Das Jahr startet gut.

Da sitz ich gestern in der Mensa im neuen schicken und bequemen Speisesaal, denke über meine Typen nach, die ich in den nächsten Tagen formulieren will, da surrt mein Handy und zeigt mir eine neue Mail: Die Zusage meiner Stiftung, dass ich zwischen Abgabe der Dissertation und Disputation das angebotene Praktikum bei meiner Gewerkschaft machen darf. Yay! 

Ich hatte ja schon mal was angedeutet, dass sich da was ergeben könnte. Es ist immer noch nicht in trockenen Tüchern, aber auf einem guten Weg dorthin.

Ich freu mich gerade richtig doll! Und das motiviert ja gleich nochmal, die Arbeit auch wie geplant im Herbst abzugeben.

Zwischen den Jahren

Zwischen den Jahren, der Ausdruck ist immer verwirrend finde ich, weil das alte Jahr ja noch nicht  vorbei ist, warum sind wir dann also dazwischen? Auf der anderen Seite passt der Ausdruck dann aber doch, weil der Alltag in dieser Zeit durcheinander ist, nach den Weihnachtsfeiertagen ist man eigentlich schon auf dem Sprung ins nächste Jahr, man ist sozusagen in der Warteschleife, eben irgendwie dazwischen. Das mein Geburtstag in diese Zeit fällt ist zugleich Segen und Fluch. Segen, weil ich meist frei habe und den Tag genießen kann wie ich ihn will. Und Fluch, weil die meisten immer irgendwie dann doch noch bei ihren Familien sind und Geburtstagsfeiern erfahrungsgemäß immer etwas spärlich ausfallen.

Was macht man also mit den restlichen dieser Tage zwischen den Jahren? Kino war eine mittelmäßige Idee. Ich war mit der besten Freundin im letzten Teil der Twilight-Saga und das war auf der einen Seite total toll, weil wir ewig nicht im Kino waren und es einfach Spaß gemacht hat, außerdem war der Film echt gut. Andererseits war es so voll, dass wir schlechte Sitzplätze hatten (Reihe 3 ganz außen) und sicher ne halbe Stunde für unser Popcorn und Cola anstanden.

Das beste ist wohl, diese paar entschleunigten Tage zwischen den Jahren ruhig angehen zu lassen. Das habe ich auch gemacht und bedeutet für mich: lesen und stricken. Die ersten Kapitel in Kate Davies Buch habe ich schon gelesen und für meine neue Teekanne habe ich aus Restwolle, die für sonst nix zu gebrauchen ist, einen zusätzlichen Cozy gestrickt. Die Wolle ist sehr dick und hat einen wunderschönen Glanz. Für meinen Afghanen ist sie zu dick und daher schlummerte dieses Restgarn aus lilafarbener Wolle Rödel Aerobic lange in meinem Stash. Nun habe ich an einem Tag zwei (zu große) Strickteile mit 5mm Nadeln gestrickt und das ganze dann angepasst an die Teekanne zusammengenäht. Was zu groß war liegt umgeklappt innen.

Und dann kam Silvester, was wir bei sehr lieben Freunden verbracht haben. Dort habe ich dann auch noch drei wunderbare Geburtstagsgeschenke bekommen. Einen Kalender, den ich noch nicht fotografiert habe, weil wir den Nachbarn einen Tag Ruhe gönnen wollten und ihn erst morgen aufhängen. Ein Strickbuch mit 1-Knäul-Ideen – total klasse! Und ein passendes Wollknäul, 150g Regia Auqarius Color – wunderschön!

1-Knäul-Ideen

Für den Ausgleich im neuen Jahr ist also gesorgt, damit es morgen dann hier wieder weitergehen kann.

Schreibtisch

Geburtstag

Ein wunderbarer Geburtstag neigt sich dem Ende. Der Besuch der Frau Mama und ihrem Lebensgefährten war natürlich das schönste Geschenk. Zumal wir beiden Frauen in Erinnerungen schwelgten und uns im neuen Jahr einen Mutter-Tochter-Kurztrip vorgenommen haben. Wir wollen zusammen den Ort besuchen, an dem wir in den 80er Jahren jedes Jahr unseren Sommerurlaub verbrachten – viele Kindheitserinnerungen!

Es gab auch ein paar materielle Geschenke, die wie schon die Weihnachtsgeschenke, genau ins Schwarze getroffen haben. Die beste aller Mütter hat nämlich bei der Kleiderwahl für mich mal wieder großes Geschick gezeigt: ein schwarzes Longzip mit Doppel-Zipper und farbigen Highlights an den Ärmelbündchen und den Taschen. Sehr schick! Kommt aus dem Hause Blutsgeschwister, und ich bin mir noch nicht sicher ob ich es als Kleid oder vielleicht auch als Jacke tragen sollte.

Longshirt

Der Göttergatte hat mir mit seinem Geschenk einen Wunsch erfüllt, denn Kate Davies neues Buch wollte ich unbedingt haben.

Colours of Shetland

Und wenn ihr einen Blick hineinwerft, wird auch klar, warum ich mehrfarbig stricken geübt habe. Die Strickstücke sind allesamt sehr schöne ausgefeilt. Beim ersten Überfliegen bin ich begeistert von den ausführlichen Anleitungen.

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Außerdem sind alle Oberteile in 10 (!) verschiedenen Größenangaben angegeben, da sollte wirklich jeder seine Größe finden. Ein Highlight sind die Bilder, das Model ist übrigens die Autorin selbst, und die Texte, die die Geschichte der Strickstücke, die allesamt von Shetland inspiriert sind, darstellen. Ich begnüge mich also ersteinmal damit das Buch zu lesen, bevor ich dann im neuen Jahr auf Wolljagd für meine ersten Shetland-Strickstücke gehe.

Weihnachtsgeschenke

Frau Mama hat mit ihren „Kleinigkeiten“ zu Weihnachten genau ins Schwarze getroffen! Was freu ich mich über die, sogar schon gefüllte, Teebox! Ich schleiche schon seit einem Jahr immer an diesen Holzkistchen vorbei und hab dann doch nie eine gekauft. Und diese hier ist schön schlicht.

Teebox

Im Hintergrund sieht man das dazu passende zweite Geschenk: eine kleine Kanne mit gestricktem Warmhalter. Natürlich nicht selbstgestrickt, dafür hat Frau Mama keine Zeit, aber sie kennt ja meine Liebe zu gestrickten Sachen. Und das der Warmhalter auch noch kleine Knöpfe hat – süß!

Teekanne

Und von der besten Freundin gab es ein DIY-Cookie-Glas: schon gefüllt mit den Zutaten und die Backanleitung steht auf dem orangenen Röllchen. Kater Max hat das Glas schon einmal zu Fall gebracht, deswegen sieht man es nicht so gut, aber es sind Smarties drin!

Cookie-Glas

Umzug, #die letzte

Schon jetzt kann ich sagen „Das war ein erfolgreicher Tag“:

Die Übergabe der alten Wohnung haben wir soeben erfolgreich abgeschlossen, die Schlüssel sind übergeben. Es gab keine Beanstandungen. zum Glück, sonst hätte man mich wahrscheinlich noch am anderen Ende der Stadt schreien gehört.

Den Hausmeister haben wir gleich noch zwei Kleinigkeiten in der neuen Wohnung reparieren lassen und für zwei andere Sachen hat er uns einen Handwerker versprochen.

Außerdem geht es dem Handgelenk schon besser und ich hoffe bald wieder stricken zu können, ich bin schon ganz hibbelig. Außerdem macht heute der neue Idee-Shop bei uns in der Stadt auf und ich geh nachher (nachdem ich Passfotos abgeholt und meinen neuen Personalausweis beantragt habe) gleich mal stöbern. Vielleicht gibt es ja Neueröffnungsrabatt?

Herbst

Ich liebe den Herbst. Nicht nur, weil das Wetter gemäßigter ist (und ich zu meinen Röcken Stiefel tragen kann – ich liebe nämlich auch Stiefel). Ich liebe auch die Farben im Herbst, alles bekommt so einen braun-orange-roten Touch. Der Herbst ist aber auch immer meine besonders kreative Phase, daher wundert es nicht, dass ich gefühlte tausend Ideen für neue Strick- und Näh-Projekte habe. Die alte Wohnung ist fast fertig renoviert und ab nächster Woche habe ich dann wieder so etwas wie Freizeit, und ich habe einige Ideen für die neue Wohnung. Aber nicht nur auf der Home-Front macht mich der Herbst kreativ, ich hoffe, auch in den anstehenden Kapiteln meiner Dissertation wird der Herbst mir einen ordentlichen Schub geben – gebrauchen kann ich’s nach der Flaute der letzten Wochen. Ich bin aber optimistisch wenn ich mir vorstelle, wie schön die Aussicht aus meinem neuen Arbeitszimmer erst im Herbst aussehen wird.

Es riecht schon ein bisschen nach Herbst, und ich genieße diese Zwischenzeit mit Vorfreude auf meine liebste Jahreszeit. Vielleicht koch ich mir schonmal einen Rotbuschtee.

Zinnhochzeit

Die Zinnhochzeit soll einen daran erinnern, dass man nach sechs Jahre in seiner Ehe einiges aufpolieren kann und sollte. Wir polieren heute keine Zinnbecher, sondern streichen die Wände der alten Wohnung. Nicht sehr glorreich, aber irgendwie schräg passend für die Zinnhochzeit.

Schlüsselübergabe!

So, wir haben gerade die Schlüssel für die neue Wohnung erhalten. Im Schlafzimmer und im Flur muss der Boden noch gemacht werden, das passiert aber gerade. Zwei Fenster müssen auch noch ausgetauscht werden, aber das kann auch gemacht werden, wenn wir schon drin sind, das ist nicht so schlimm. Nachher geh ich erstmal putzen und die Balkonpflanzen und -möbel rüber räumen. Und dann wird der Hochschrank im Badezimmer auf- und der Spiegelschrank zusammengebaut.

Ein kleines (oder größeres) Problem gibt es noch mit der Arbeitzimmeraufteilung, da überlegen wir gerade, ob wir doch nocheinmal Zimmer tauschen, weil in „meinem“ Zimmer der Internetanschluss ist, der Göttergatte aber ja den großen Rechner in „seinem“ Zimmer hat und wir dann ein Kabel durch den Flur legen müssten. Müssen wir nochmal genau durchdenken.

Jedenfalls: Jetzt wird es ernst!

Unicert

Ich habe heute mein Unicert-Zeugnis abgeholt. Ich wusste ja schon, dass ich bestanden habe, aber die genaue Note wusste ich noch nicht. Die 1,0, die mich dann vom Fremdsprachenzeugnis aus anlächelte hat mich dann doch mehr als gefreut.