verstrickte Weihnachten

Ich wünsche euch allen ein frohes und verstricktes Jahr 2015! Mein Weihnachts- und Geburtstagsgeschenk wird mich bei meinen Strickprojekten 2015 auf jeden Fall begleiten. Der Göttergatte hat meinen Wink mit dem Zaunpfahl verstanden und mich mit dem KnitPro Symfonie Rose Luxus Set beschenkt.

Ich kann mich jetzt mit 3,5mm bis 8mm dicken Nadelspitzen und verschieden langen Seilen austoben! Ich hätte ja nie gedacht, dass ich mit Holznadeln stricken würde, geschweige denn, mir ein ganzes Set davon schenken lassen würde, aber mittlerweile bin ich im wahrsten Sinne etwas lockerer geworden und ich brauch keine Angst mehr haben, dass ich die Holznadeln brechen könnte. Nur an Holz-Nadelspiele traue ich mich (noch) nicht.

Das Set kommt mit 8 Paar Nadelspitzen und 4 Seilen in unterschiedlicher Länge sowie Stoppern, damit man die Nadelspitzen gefahrlos wegpacken, für ein anderes Strickprojekt benutzen oder auch Teile des Strickstücks stilllegen kann. Außerdem liegt dem Set ein Nadeltuch bei, dass aus dem gleichen Holz wie die Stricknadeln sind, besteht.

Die neuen Nadeln wurden natürlich sofort ausprobiert und ich habe noch eine Troll-Mütze gestrickt, weil meinem Neffen die Geburtstagsmütze leider zu klein ist. Interessanterweise passt sie aber seiner großen(!) Schwester, die die Mütze jetzt trägt. Die war so begeistert, dass sie sich für ihren Geburtstag Ende Januar ein paar Beinstulpen wünscht. Da ich neben meinem großen Projekt, dem Ursula-Cardigan, immer mal zwischendurch gern was einfacheres stricke, ist der erste Stulpen auch schon angeschlagen.

Der neue „große Troll“ ist mit 4,5mm und 5mm Rundstricknadeln gestrickt. Ich habe Reste der dünnen weißen Merinowolle vom Finkhof und der blauen Wolle Rödel Allround benutzt und immer mit zwei Fäden gestrickt.

Ein Strickbuch, das ich mir quasi selbst geschenkt habe, ist das neue Buch von Kate Davies.

Ich hatte schon davon berichtet, dass ich mich in den Epistrophy-Cardigan verliebt habe, aber es sind noch ganz viele andere schöne Modelle in dem Buch, so dass ich es mir sofort vorbestellt habe und eines der druckfrischen Exemplare in den Händen halten durfte. Neben den 11 Yokes-Designs hat Kate einige Artikel zu den verschiedenen Yoke-Traditionen geschrieben, die sehr spannend sind. MeilenweitAuch wenn ich noch keines der Designs angeschlagen habe, weil ich erst noch das ein oder andere Projekt vorher fertigstellen will, so habe ich doch schon gestöbert, welche Garne ich für welchen Yoke-Pullover oder -Cardigan benutzen möchte. Erstmal steht aber Ursula ganz vorn. Und eigentlich möchte ich dann auch den Owls-Pullover stricken. Außerdem habe ich bei unserem kurzen Ausflug nach Stralsund zum 90. Geburtstag der Göttergatten-Oma einen kleinen feinen Wollshop in einem Hinterhof entdeckt und mir ein Knäul Sockenwolle gegönnt: Lana Grossa Meilenweit Bali. Eine tolle Farbe, ich bin schon sehr gespannt, wie sie sich verstrickt und dann aussehen wird.

2015 geht für mich also direkt verstrickt weiter!

Post

Gestern kam ein kleiner Umschlag mit feinem Inhalt bei mir an. Pascuali hatte nämlich letztens im Email-Newsletter darauf hingewiesen, dass man kostenlos Musterkarten bestellen könne. Es gibt drei Karten: Luxusgarne, Sommergarne und Feingarne. Da kein Sommer ist und mein Konto mir Luxusgarne verbietet, habe ich mir nur die Feingarne zuschicken lassen. Der Versand war sehr sehr schnell!

Die Karte ist sehr praktisch, weil nicht nur der Name des Garns, sondern auch die Zusammensetzung, Nadelstärke, Lauflänge und Maschenprobe angegeben sind. Wenn man Farbwünsche hat, werden die auch berücksichtigt. Mir war das egal – außerdem mag ich mich auch gern mal von einer Farbe überraschen lassen.

Alpaca Fino habe ich ja schon zu einer Strickjacke verstrickt, die ich zwar noch nicht getragen habe (ich hoffe auf einen sehr sehr kalten Winter!), und finde die Wolle ganz wunderbar kuschelig. Das ist aber nichts im Vergleich zur Babyalpaca Extra Fino und Baby Alpaca Los Andes! Bin gespannt, wieviel streicheln die Garne auf der Karte aushalten! 😉

Ich hab mich gestern also sehr gefreut über die Post und musste meinem Mann die Karte auch gleich zeigen, kaum dass ich sie aus dem Umschlag gezogen hatte. Sein Kommentar: „Du bekommst komische Post.“. Nun ja, my kind of weird, then!

Blutsgeschwister und Knitty

Ich bin ein Winterkind. Kurz nach Weihnachten geboren. Ich bin aber auch ein Winterkind, weil ich Schnee unglaublich liebe. Es gibt kaum etwas schöneres für mich, als eine Winterlandschaft. Im Schnee, der unter den Stiefeln knirscht, spazieren gehen. Mit einer heißen Tasse Tee aus dem Fenster die eingeschneite Landschaft bewundern. Ich liebe Winter.

Es wundert mich daher kaum, dass mich Herbst- und Winter-Kollektionen immer sofort in ihren Bann ziehen. In den letzten Wochen haben sowohl die Modehäuser als auch die Strickmagazine ihre ersten Herbst-Kollektionen vorgelegt. Und ich kann es kaum abwarten, bis die Temperaturen fallen!

Die Blutsgeschwister haben mit „Mit Schirm und Charme“ eine tolle Kollektion für den Herbst entwickelt, die mit wunderbaren Schnitten und tollen Prints überzeugt. Ich habe zwei absolute Favoriten, bei denen ich schon überlege, ob ich diesmal nicht auf einen Sale warte:

MARY QUANTUNIQUE. Übrigens sind die Blutsgeschwister Mitglied bei der Fair Wear Foundation!

HELLO SAILER SWEAT. Neben den Ärmelbündchen, die fast schon Standard in den Blutsgeschwisterkollektionen sind, finde ich besonders die Knöpfe im Rücken ein schönes Detail.

Die andere Kollektion, die mich richtig begeistert, ist die der Herbst-Ausgabe der Knitty. Als Winterkind liebe ich selbstgemachte Wollsachen, weil sie den eigenen Vorlieben angepasst werden können und zudem eben nicht 0815 sind, die jede_r tägt. In der Knitty Fall 2014 sind diesmal ganz viele tolle Anleitungen dabei. Besonders angetan bin ich von diesen drei:

Jasseron pullover

Carry on Solefully. Ich bin besonders gespannt darauf, weil ich ewig nach einer gescheiten Lösung suche, um die Sohlen bei Socken zu verstärken. 

Katie cowl

Auch wenn die Temperaturen gerade erst so richtig sommerlich werden, bin ich gedanklich schon voll in den kalten Jahreszeiten. Und das schöne am Selbststricken ist ja, dass man sogar im Sommer schon mit dem Stricken der Winterpullover anfangen muss, damit sie dann auch fertig sind, wenn sie dann tatsächlich gebraucht werden. In diesem Sinne: knit on!

Yay!

So. Man muss sich auch mal virtuell freuen. Nachdem Ende letztes Jahr beruflich das meiste irgendwie komisch, merkwürdig, um nicht zu sagen doof lief, ist mit Jahresbeginn alles anders. Zu hören, dass die Bewerbungsmappe „ziemlich beeindruckend“ ist, das geht runter wie Honig. Einen Artikel mit einer Kollegin in Angriff zu nehmen, das macht Spaß. Für einen Aufsatz aus blauem Himmel  angefragt zu werden, das schmeichelt dem Ego und tut einfach nur gut. 

So, und diese gute Laune nehm ich mit und arbeite noch ein wenig. Schließlich gebe ich einen Tagungsband mit heraus. *proll*

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kurze Rückmeldung

Ihr Lieben, ich hoffe, ihr hattet alle ein schönes Weihnachtsfest und seid gut ins neue Jahr gerutscht. Ich bin wieder gut in Deutschland angekommen, nachdem wir Weihnachten und meinen 30. Geburtstag in Seattle gefeiert haben. Fotos und Reisebericht wird es in den nächsten Tagen geben, wenn wir dazu gekommen sind alles zu sortieren. Wir sind nach fast verpasstem Anschlussflug am 31.12. morgens um halb acht in Frankfurt a.M. gelandet. Silvester haben wir ganz gemütlich bei Freunden verbracht. Wir leiden noch ein bisschen unter Jetlag, trotzdem sind wir beide heute schon wieder in unsere jeweiligen Arbeitsprojekte gestartet.

Ein paar kleine Fotoimpressionen gibt es aber dann doch schon jetzt:

Pike Place Market, Seattle (Foto von Judy)

Rialto Beach, Pacific Ocean (Foto von Judy)

Seattle Mitbringsel Collage

Eine kleine Auswahl an Geschenken und Mitbringseln.

Außerdem sind zwei wunderschöne Knäul Wolle eingezogen, die ich euch nicht vorenthalten möchte:

Wolle 12 2013

Die helle Wolle stammt aus dem Wollladen So Much Yarn in der Nähe von Pike Place Market in Seattle. Manos del Uruguay nennt sich die Marke, und stammt wie der Name schon sagt aus Südamerika. Ich habe mir einen Strang Manos Silk Blend in der Farbe Spumoni gegönnt, 30% Silk, 70% Merino Extrafine Wool, Kettle Dyed. Die Verkäuferinnen waren so nett mir den Strang gleich als Knäul zu wickeln.

Die dunkle Wolle ist das Geburtstagsgeschenk meiner besten Freundin, Arenas von Lang Yarns. Mit 53% Schurwolle und 47% Polyacryl ist es wunderbar weich und kuschelig. Ich bin ganz verliebt in den Farbverlauf und kann es kaum erwarten eine Mütze damit anzuschlagen!

Damit schließe ich für heute und wünsche euch ein gesundes neues Jahr! Bei mir wird es jobtechnisch weiterhin spannend bleiben, die Disputation steht in diesem Frühjahr an und auch an der Wollfront wird sich sicher wieder einiges tun!

Silvester 2013

Silvester

Woran man erkennt, das die Katze, die bei einem lebt, einem vertraut.

Wir haben zwei Katzen aus dem lokalen Tierheim bei uns aufgenommen. Das ist jetzt gut 4 Jahre her. Max, der rot-weiße Kater, ist ein echter Kater. Groß, kräftig, gleichzeitig sensibel wie sonst was. Während man Kessie, der braun-schwarzen Katze, alles vor die Nase setzen kann und sie frisst es, ist Max gaaanz eigen. Die ersten Tage bei uns, hat Max gar nicht gefressen. Er ist zwar zum Fressnapf und hat die Nase mal kurz reingesteckt, ist dann aber ein paar Schritte rückwärts und weg. Gutes Zureden, streicheln, auf den Boden legen – nichts hat geholfen. Wir haben mit dem Tierheim telefoniert, welche Futtersorte er dort gefressen hat, haben alle möglichen Sorten ausprobiert – der Kater hat geschlagene 4 Tage nichts, aber auch gar nichts gefressen. Dann war der Hunger wohl doch zu groß und er hat ganz langsam angefangen ein paar Bröckchen des Trockenfutters zu fressen. Nassfutter frisst er gar nicht. Ich habe noch nie gesehen, dass eine Katze die Nase rümpfen kann – unser Kater macht das bei Trockenfutter und weg ist er. Auch Futterwechsel, selbst wenn es die gleiche Marke und nur eine andere Geschmacksrichtung ist – es wird verweigert. Wir haben uns dran gewöhnt und bisher gab es eine einzige Futtersorte für den Max, morgens und abends immer das gleiche. Leckerlies mag er übrigens auch überhaupt nicht, jagt sie höchstens durch die Wohnung. Kessie bekommt mehr Abwechslung, abends gibt es immer ein Tütchen Nassfutter aus einem gemischten Pack, so dass da alle paar Tage auch mal andere Geschmacksrichtungen dabei sind.

Letztens habe ich angefangen auf Seniorenfutter umzustellen, denn die beiden sind bzw. werden dieses Jahr sieben Jahre alt und bei der Futtersorte unserer Maxs Wahl (Hills) fängt das Seniorenfutter schon mit sieben an. Ich hab mich auf ein Jahr langsam gemischtes Futter eingestellt und war überrascht, dass Kater Max sich recht schnell an das neue Futter gewöhnt hat. Diese Woche war ich – passend zur Woche – etwas spät dran mit Futter bestellen (läuft bei uns alles über Zooplus) und heute morgen ist mir das Futter ausgegangen. Na super, das Zooplus-Paket wird morgen, vielleicht sogar erst am Montag ankommen. Was soll man machen? Ich hab beim Einkaufen eine Packung Purina One mitgenommen, in dem Wissen, dass Kessie sich über die Abwechslung freuen wird und der Max bis Montag wahrscheinlich hungern wird. Und was macht der Kater: Er guckt in den Fressnapf, läuft aufgeregt in der Küche umher, ich streichle ihn, rede gut zu, geb ihm ein Bröckchen – und er frisst es. Das wiederholen wir ein paar Mal und schwups ist die Nase im Napf und er frisst.

Offensichtlich glaubt er nicht mehr wie am Anfang, dass ich ihn vergiften will! Das nenn ich Vertrauen.

Max&Kessie

kleine Glücksmomente

Mihihi. Nachdem gestern ein eher bescheidener Tag war*, gab es heute einen kleinen Glücksmoment in der Kaffeepause beim Surfen. Aufmerksame BesucherInnen dieses Blogs haben es vielleicht schon gesehen: Es gibt eine neue Seite, die sich Strickdesigns nennt. Das war eher eine Notlösung, ich finde es aber mittlerweile sehr charmant. Notlösung deshalb, weil ich das ‚Design‘ (es ist wirklich eine ganz einfache Anleitung für einen Schal, den ich improvisiert habe) bei Ravelry als Pattern freigeben wollte und irgendwie kein PDF hochladen kann. Also habe ich das PDF auf den Blog gestellt, damit das Design sozusagen von extern abgerufen werden kann. Das hat den Nebeneffekt, dass ich mich schon die letzten Tage gefreut habe, dass tatsächlich Menschen meine Anleitung lesen wollen und das PDF anklicken. Heute kam aber das Sahenhäubchen: Auf Ravelry haben 11 Personen meinem Design ein Herz gegeben und zweimal ist es in der Queue gelandet (das ist die Liste mit Strickanleitungen, die man demnächst mal stricken will). Es ist total lächerlich, aber ich freu mich darüber echt gerade wie Bolle.

Netzschal

* Die ganze letzte Woche war schon mies und ich hatte mit einer Freundin/Kollegin beschlossen, dass die Woche am Freitag aufhört! Nun ja, meine Woche war bisher schlimmer als die letzte Woche und die Freundin liegt mit Fieber im Bett. „Die Woche“ ist also irgendwie noch immer nicht vorbei. Die Hoffnung stirbt zuletzt…

kreative Pausen

Wenn man die ganze Zeit am Schreibtisch sitzt und schreibt und nachdenkt und liest und weiterschreibt, dann ist das toll. Man sieht, wie das Word-Dokument langsam wächst und Form annimmt. Kreativ ist der Prozess in dem Sinne, dass ich versuche nicht nur zu schreiben, sondern auch lesbar zu schreiben, nicht nur meine Ergebnisse zu benennen, sondern sie mit Textbeispielen anschaulich zu machen und in den historischen Kontext zu setzen. Das hat schon auch was mit Kreativität zu tun. Für’s Auge bleibt es trotzdem vorerst eine Bleiwüste. Wenn ich mir an den Wochenende ein bisschen Freizeit gönne, trotz des engen Schreibplanes, dann mache ich gern etwas anderes Kreatives. Die Stricksachen kennt die geneigte Leserin schon. Shirts bemalen ich aber seit neuestem auch ab und an:

Und als diese tolle Ostergeschichte meiner Nichte zu uns ins Haus flog…

hab ich entschieden, einer meiner Pausen für eine Antwortkarte zu nutzen.

Die Ostergeschichte hat übrigens einen schönen Platz in meinem Arbeitszimmer gefunden, direkt neben dem Bild das meine Nicht uns vor einiger Zeit geschenkt hat.

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Heimweg


Schneeschuhe

In der Woche essen wir meistens in der nahe gelegenen Mensa unserer Universität. Auf dem Heimweg bin ich heute mal abseits der schon sehr grauen und matschigen Straßen, durch einen kleinen Park, nach Hause gelaufen. Und hier war noch Schneelandschaft wie ich sie liebe:

Schneelandschaft

So dunkel war es übrigens gar nicht, ich hatte aber nur meine wenig tolle Handykamera zur Hand.

Ein Tag voller Schnee

Nee, ich konnte doch nicht einfach arbeiten heute, sondern musste mal mit der Kamera durch die Wohnung laufen und aus allen Fenstern Fotos schießen. Dieser Schnee heute ist einfach sooo toll! Kessie hat auch schon den ganzen Vormittag aus dem Fenster geschaut und hätte wohl gern mal ein paar Schneeflocken gefangen. Mittlerweile ist es aber nicht mehr so spannend und sie pennt (siehe letztes Foto) auf dem Hocker direkt neben der Heizung.