Nähsonntag

Der Sonntag entwickelt sich bei mir langsam zum Nähsonntag. Heute habe ich allerhand Projekte genäht. Alles aus meinem Stoff-Stash aus alten Vorhängen, der aber trotz der heutigen Aktion irgendwie nicht kleiner wird.

Projekt 1: gefülltes Kissen

Ich hatte für die kleinen Kissen auf dem Sofa ja schon vor einiger Zeit Kissenhüllen genäht. Dazugekommen ist nun eine Rolle aus dem gleichen Stoff. Gefüllt ist sie mit Füllmaterial, dass ich gekauft hatte als ich die Teddys gestrickt und gefüllt habe.

Projekt 2: Strickkörbchen

Ich stricke. Das ist nichts neues. Ich habe zwei Katzen. Das ist auch nicht neues. Die Verbindung von beidem macht wohl den meisten klar, dass ich meine Strickprojekte nicht einfach rumliegen lassen darf, außer ich will sie als Katzenspielzeug durch die Wohnung getragen sehen. Daher lege ich mein Strickzeug immer ins Bücherregal. Das ist manchmal aber nervig, weil ich dann den Maschenzähler vergessen habe oder den Stift oder die Anleitung etc. Also habe ich ein kleines Körbchen genäht, in dem die Utensilien und kleine Strickarbeiten reinpassen. So wandert nun alles zusammen mit mir auf’s Sofa.

Projekt 3 & 4:

Das Wetter war ja schon recht sommerlich, daher wollte ich heute unbedingt die alten, aber trotzdem schönen Vorhangstoffe in zwei Sommertaschen nähen.

Hier ist die sogenannte Hippie-Tasche:

Und das nennt sich Japanische Knotentasche:

Dann kann der Sommer ja kommen!

fertiggestrickt

Heute ist mal wieder einer dieser Handarbeitssonntage, an denen ich die Nähmaschine rausgeholt habe um ein paar Hosen auszubessern, ein paar Löcher zu flicken und ein Minikleid, dass ich schon seit Jahren im Schrank liegen habe, aber nie anziehe, weil ich mich in solchen Kleidern immer total unwohl fühle, zu einem Shirt gekürzt habe. Da es auch noch passend zur aktuellen Mode im Marinestil dinkelblau-weiß gestreift ist, werde ich es sicher sehr oft in diesem Frühling/Sommer anziehen. Passend zu diesem Handarbeitsnachmittag stelle ich mal wieder fertiggestrickte Sachen vor.

Aus sehr günstiger Wolle aus unserem Edekaladen um die Ecke (ja, da kann man auch Wolle kaufen) habe ich ein Frühlingsset gestrickt, das auch schon in Osnabrück gut Verwendung fand:

Die gerippte Pillbox-Mütze ist sehr schlicht, durch ihren viereckigen Abschluss aber trotzdem besonders. Aus Kofur Handelsgesellschaft Strumpf- und Sportwolle in grün mit 4,5mm Rundstricknadel gestrickt. Das Muster stammt aus dem Buch Mützen, Schals & Handschuhe ganz schnell selbst gestrickt.

Passend zur schlichten Mütze ein etwas aufwendigerer Schal mit Blätterranken. Hat ziemlich gedauert, bis das gute Stück endlich fertig war, aber jetzt bin ich höchst zufrieden! Ebenfalls aus Kofur Handelsgesellschaft Strumpf- und Sportwolle in grün mit 4,5mm Nadeln gestrickt. Das Muster stammt ebenfalls aus dem Buch Mützen, Schals & Handschuhe ganz schnell selbst gestrickt.

 

Den Abschluss des Sets bilden die Blonde Pulswärmer. Sehr schlicht, aber mit raffiniertem Abschluss. Ebenfalls aus Kofur Handelsgesellschaft Strumpf- und Sportwolle in grün mit 3mm Nadeln gestrickt. Das Muster habe ich bei Ravelry gefunden.

 

Aus den Resten der Wolle ist dann noch der dritte Patch meines Dauerprojekte „Afghan“ geworden. Diesmal ohne irgendwelche Fehler und größeren Malheurs. Die Übung machts!

Aus Wollresten aus Schoeller+Stahl Elfin in braun habe ich einen schönen kuscheligen Schal mit 9mm Nadeln gestrickt. Super ist die Schlaufe zum Durchziehen und auf Perlmuster steh ich ja eh total.

Ebenfalls aus Wollresten, diesmal aus Lana Grossa Silkhair in braun, habe ich die Wrist-ees gestrickt. Ganz schlicht und super kurz und passend zum schon fertigen Schal.

Gestartet habe ich jetzt auch mein erstes Cardigan-Projekt: Eine Strickjacke aus Woll Butt Linda in leinen soll enstehen. Ausgesucht habe ich mir das Muster Abalone und stricke es mit 4,5mm Rundstricknadel. Das erste Knäul Wolle ist fast fertstrickt und es sieht daher noch nicht annähernd nach einer Strickjacke aus, aber ich freu mich darauf einfach sinnlos glatt rechts zu stricken. Und die Wolle sieht jetzt schon wirklich toll aus.

fertiggenäht: Babydecke

Ich hatte ja schon angekündigt, dass mein Neffe zur Taufe von uns eine selbstgenähte Decke bekommt. Heute hab ich also den Vormittag genutzt um die Decke zu nähen.

Nachdem die beiden Stoffe gebügelt waren musste ersteinmal das Wohnzimmer katzenfrei werden, damit ich auf dem Boden die Stoff- und Vlieslagen ausbreiten konnte.

Ihr seht, es ist ganz schön dick, weil ich das Vlies doppelt genommen habe.Die Decke sollte gesteppt werden und da uch (zurecht) befürchtet, dass sich der Stoff und das Vlies doch verziehen könnten, habe ich zuerst die zwei Längsnähte mit Nadeln abgesteckt und mit Zickzack-Stich genäht.

Dann kamen die Quernähte dran.

Der Stoff hat sich tatsächlich etwas verzogen und ich musste die Ränder nachdem alle Steppnähte nun genäht waren beschneiden um dann mit dem Einfassband die Decke einzunähen. Das war das Schlimmste! Ich hätte den Stoff vorher doch zusammennähen sollen! Ich hab nämlich erst nach dem nähen an der Maschine gesehen, dass der untere Stoff nicht immer gut mitgenäht wurde. Das blöde Einfassband war so fummelig, dass ich das gar nicht bemerkt habe. Ich wollte dann aber auch nicht wieder alles auftrennen, also hab ich den unteren Stoff an den Stellen per Hand genäht. Dafür wäre es gut gewesen den Stoff vorher doch noch zu versäubert am Rand. Das Einfassband hab ich zum Schluss nochmal gebügelt und ich hoffe, dass beim ersten Waschgang nicht gleich alle Nähte wieder aufgehen. Vielleicht hätte es was gebracht das Einfassband mit Zickzack-Stich zu nähen um das zu vermeiden, aber ich wollte lieber eine gerade Naht.

Die Decke ist also fertig und sieht definitiv selbstgemacht aus, aber ich find das in Ordnung und immerhin ist es mit viel Liebe gemacht. 😉

geplantes Nähprojekt: Babydecke

In zwei Wochen ist die Taufe meines Neffen. Ich hab mir den Kopf zerbrochen was man da schenken könnte, wovon der Kleine jetzt schon was hat, was aber auch ein Erinnerungsstück sein könnte. Nach ein paar guten Tipps von Freunden und Bekannten habe ich die Innenstadt durchforstet und war ziemlich enttäuscht. Ich habe mir gedacht, dass so eine Kuscheldecke ja eigentlich was schönes und praktisches ist, das Angebot ist aber eher mager und die Preise heftig. Also hab ich den lokalen Stoffladen besucht und bin tatsächlich fündig geworden. Für ziemlich den gleichen Preis wie die dünnen Decken aus dem Geschäft, kann ich mit schönem dicken Vlies eine süße Babydecke nähen.

Die Decke wird ungefähr 1 mal 1 Meter groß werden, eine Seite ist aus blauem Jersey und die andere Seite aus blauem Baumwollstoff mit bunten Punkten. Außerdem wird der Rand noch mit einem orangen Band eingefasst. Da der Jersey dehnbar ist muss ich auf jeden Fall die Decke steppen. Bin gespannt, wie es mir gelingen wird. Aber zuerst muss der Stoff gewaschen werden. Aber bei dem schönen Wetter trocknet der sicher auch schnell und ich kann morgen oder übermorgen loslegen.

fertiggenäht

Ihr erinnert euch vielleicht an die Kopfkissenbezüge für die Sofakissen, die ich im Januar genäht habe. Jetzt habe ich aus den restlichen Stoffresten unseren roten Hocker „eingenäht“, er hat eine Husse bekommen. Dadurch, dass der Hocker rund ist, war es gar nicht so einfach für mich als Nähanfängerin das halbwegs sauber hinzubekommen. War eine ganz schöne Fummelei beim Abstecken und dann auch beim Nähen an der Maschine. Aber: Es sieht echt gut aus, finde ich. Ein bisschen selbstgemacht darf es ja ruhig aussehen.

{die Kissenbezüge, die ich im Januar genäht habe}

 

{aus dem gleichen Stoff nun eine Hockerhusse}

{Hier der Blick von oben. Ich hatte kein großes Stoffstück mehr, daher musste ich aus drei Teilen eines zusammennähen, finde es jetzt aber eigentlich ganz schön, dass da oben Nähte sind.}

fertiggestellte Projekte

Ich habe wieder ein bisschen was gestrickt und genäht:

Ein Sommerschal aus Lana Grossa Silk Hair, das ist eine Mohair-Wolle mit Seide. Ich wollte eigentlich dieses Garn mit einem anderen zusammen zu einer Mütze verstricken, hatte mich dann aber doch für eine andere Wolle entschieden und so lag dieses Knäul ewig lang rum. Da ich meinen Stash mal wegstricken wollte habe ich also diesen Schal gestrickt und zur Verzierung noch eine Blüte mit Perle dran gemacht. So richtig schön finde ich die Wolle nicht, aber der Schal ist trotzdem ganz schön geworden. Und trotz der schönen Länge habe ich immernoch Wolle übrig…

{Same Day Drop Stitch Scarf aus Lana Grossa Silkhair in braun mit 5mm Stricknadeln gestrickt, Blüte mit lila Herzperle}

Dann habe ich aus dem Rest Toledo-Sockenwolle einen zweiten Patch für meinen geplanten Afghanen gemacht. Ich bin begeistert, die Streifen sehen so aus, wie ich es mir gewünscht habe!

{Patch für Lucky 4-Leaf Afghan aus Toledo Sockenwolle von Woll Butt mit 4mm Nadelspiel und 3,5mm Rundstricknadel gestrickt}

Und dann habe ich mal wieder ein kleines Nähprojekt umgesetzt: ein Knitting-Needle-Case.

Und: Es ist noch Platz für weiter Nadeln in dem Case! Die Nadelgröße habe ich erstmal nur mit Bleistift drangeschrieben, ich muss mir da mal noch einen schönen Textilstift für die Beschriftung kaufen.

erste Nähprojekte

Wilma wurde gut ausprobiert an Vorhängen, die schon länger gelürzt werden sollten, und nun hab ich mich auch an die ersten „richtigen“ Nähprojekte gewagt. Alles noch nicht perfekt, aber schon schön, sowas jetzt auch selbst machen zu können.

Ersteinmal habe ich zwei alte Wickelröcke, die ich seit Jahren nicht mehr angezogen habe, aber immernoch im Schrank rumflogen, zu etwas neuem zusammengeschneidert: einer Sommertasche.

{aus zwei Wickelröcken genäht}

 

{hier sieht man die Außentasche etwas genauer}

 

{Max würde gern mal reinklettern oder sich zumindest drauflegen}

 

Außerdem habe ich aus Stoffresten vom Vorhänge-Kürzen zwei Kissenbezüge für das Sofa genäht. Ich hatte ja letztens erst Kissenbezüge gestrickt und für den Winter sind die auch toll, aber im Sommer wird mich das nerven und nun habe ich also schon neue Bezüge im Schrank liegen.

{aus Stoffresten von Leinenvorhängen genäht}

 

{hier sieht man die Einstecktasche, damit das Kissen nicht rausrutschen kann}

frisch eingezogen

Heute ist mein neues Spielzeug gekommen: Meine W6 Nähmaschine N 1615. Ich nenne sie Wilma, hab ich beschlossen.

Als erstes habe ich natürlich alle Stiche mal ausprobiert und dann ein paar Hosen, die ich vor langem von Hand gekürzt habe, jetzt ordentlich mit Maschine gekürzt. Was soll ich sagen? Das Baby schnurrt wie eine Katze und geht auch über doppelten dicken Jeansstoff wie durch Butter. Sehr schön! Löcher Stopfen hab ich auch schon ausprobiert, dafür brauche ich allerdings noch ein wenig mehr Übung, aber für die Hosen Zuhause reicht es allemal.

Morgen werden weitere Hosen gekürzt und am Wochenende werden die Vorhänge vom Schlafzimmerschrank ordentlich gekürzt. Also erstmal alles mögliche was nur gerade nähen beansprucht. Aber mein erstes „richtiges“ Nähprojekt hab ich mir schon überlegt, aber dazu muss ich erstmal in Ruhe ein Schnittmuster malen. Spätestens in der Urlaubszeit zwischen Weihnachten und Silvester soll das Projekt aber ausprobiert werden.

Ihr dürft gespannt sein, ob es beim Hosen Kürzen bleibt, oder ob ich tatsächlich ein bissche mehr auf der Wilma hinbekomme. Ich bin auf jeden Fall gespannt!

Ich werd Hausfrau.

Ich habe soeben meine erste Socke gestopft und bin recht zufrieden. Sieht zwar nicht perfekt aus, aber immerhin: Loch ist weg und es ist halbwegs sauber gestopft.

Mein Poncho wächst derweil weiter, gut ein Drittel hab ich geschafft, die Armlöcher hab ich verstanden und sind drin. Nicht zufrieden bin ich bisher mit meinen Abnahmen und merke: langsam werd ich perfektionistisch bei meinen Stricksachen. Ich hab noch nicht entschieden ob das gut oder schlecht ist.

So, bis dahin nichts Neues, dass ich stricke wusstet ihr schon. Ich fange demnächst aber auch an zu häkeln, eine Patchworkdecke, wenn alles gut geht und ich die Probestücken nicht verhau. Das macht aber immernoch keine richtige Hausfrau aus mir, dazu muss ich … nähen. Richtig! Ich plane das schon länger und nun rückt die Planung in baldige Nähe. Kurze Vorgeschichte: Ich habe mir neue Hosen gekauft, die – weil ich offensichtlich keine Standardgröße habe – wie alle anderen Hosen für mich gekürzt werden müssen. Ich bin zu geizig für den Änderungsschneider, also hab ich meine allerliebste Mama angerufen und gefragt, ob sie nicht die Nähmaschine rausholen könnte, wenn wir im November für das letzte Diss-Interview in der Heimat sind. Anstatt aber das Mama mir die Hosen kürzt, soll sie mir zeigen wie das geht. „Wenn mir das Spaß macht kann ich ja mal nächstes oder übernächstes Jahr ne Nähmaschine kaufen. Kann man ja auch schöne Sommertaschen nähen und so.“ war meine Begründung. „Na das wär doch ein schönes Weihnachtsgeschenk, dann kauf ich dir ne Nähmaschine.“ war die Antwort meiner – der besten – Mama. Wenn also alles gut läuft geh ich nächstes Jahr unter die Näherinnen und wenn ich jetzt noch anfange zu kochen, bin ich ne echte Hausfrau – backen tu ich ja schon. 😉