Die verstrickte Dienstagsfrage

Das Wollschaf fragt diese Woche:

Achtest Du bei wildfremden Menschen auf Gestricktes und versuchst herauszufinden, ob die Sachen selbstgestrickt sind?
Hast Du jemanden schon mal darauf angesprochen? Und wenn ja, wie hat derjenige reagiert?

Jaaa! Wenn jemand in meiner Umgebung etwas gestricktes anhat, versuche ich eigentlich immer einen genaueren Blick darauf zu werfen, um herauszufinden ob es selbstgestrickt oder gekauft ist. Im übrigen auch wenn das Strickteil langweilig oder nicht nach meinem Geschmack ist, aber besonders natürlich wenn mir etwas gefällt. Das ist immer ein bisschen schwierig, weil ich nicht wildfremde Leute anstarren will. Ich hab mich auch bisher nicht getraut zu fragen. Ich bin eher von der schüchternen Sorte. Selbst wenn im Abteil im Zug jemand strickt oder häkelt, habe ich die Personen bisher nie angesprochen, obwohl sicherlich die Zeit mit ein bisschen fachsimpeln schneller vergehen würde. Ich bin also eher eine von den leisen Stalker_innen, die Garn und Strickmuster aus etwas Entfernung bewundert.

Die verstrickte Dienstagsfrage

Da ich krank im Bett liege, kann ich heute schon die verstrickte Dienstagsfrage vom Wollschaf beantworten:

Die Tage werden länger, die Temperaturen steigen und die Motten schwärmen wieder aus 👿

Schützt Du Deine Wollvorräte vor Motten? Wenn ja, wie?

Nein, das tue ich nicht. Nachdem ich letztes Jahr auf Duftspender mit Lavendelöl und Niemextrakt, die ich gegen Motten ausprobieren wollte, dermaßen allergisch reagiert habe, bin ich sehr vorsichtig. Ich bin gespannt, welcher Möglichkeiten bei der Dienstagsfrage gesammelt werden. Vielleicht ist da ja was für mich dabei.

Die verstrickte Dienstagsfrage

Das Wollschaf fragt heute:

Stricksachen in Film und Fernsehen – achtest Du darauf?
Hast Du Tipps für sehenswerte Filme oder Serien mit schönen Strickstücken?
Gibt es bestimmte Sachen, die Dir besonders im Gedächtnis geblieben sind?
Hast Du vielleicht sogar schon mal ein Modell aus einem Film nachgestrickt?

Jaaaa! Es passiert ziemlich häufig,  dass ich mitten in einer traurigen, dramatischen oder sonstwie gearteten Film- oder Serienszene meist ganz unpassend sage „Aber tolle Strickjacke, oder?“

Meist hab ich dann schon Minutenlang über das Strickmuster nachgedacht und hab den Plot gar nicht mehr mitbekommen.

Ganz besonders angetan hat es mir damals die Strickjacke von Claire in Heroes. Ich habe irgendwann mal gegoogled und tatsächlich gibt es eine Anleitung. Irgendwann strick ich die auch mal!

Außerdem sind alle,  alle, alle Pullover von Linden in „The Killing “ einfach toll! Im Blog „Knitting at Large“ werden die dänischen und die amerikanischen Versionen gezeigt. If you didn’t know, I’m an all american girl!

Auch besonders schön: die Strickjacke von Lane in „Gilmore girls“. Leider gibt’s irgendwie keine schönen Bilder des Cardigans im Netz. Ich hab bisher keine Anleitung gefunden. Vermutlich kann man eine simple Cardigan-Anleitung nutzen und danach mit den schönen Mustern besticken.

Noch etwas,  das ich also mal lernen muss: sticken.

Die verstrickte Dienstagsfrage

Das Wollschaf fragte diese Woche:

Angenommen Du hättest die Möglichkeit, einen “Strickmenschen” Deiner Wahl persönlich zu treffen (egal, ob bereits verstorben oder noch lebendig).
Wen würdest Du wählen und warum?

Das lässt sich relativ leicht beantworten: Kate Davies. Ich liebe ihre Designs und auch die Artikel in ihren Büchern finde ich nicht nur gut geschrieben, sondern auch wirklich interessant. Auch ihren Blog lese ich mit Feuereifer. Ich wüsste zwar nicht, was ich ihr sagen würde, aber wenn ich einen „Strickmenschen“ treffen wollen würde, dann Kate.

Die verstrickte Dienstagsfrage

Weil ich in einer normalen Arbeitswoche einfach nicht dazu komme die verstrickte Dienstagsfrage des Wollschafs zu beantworten, versuche ich das zukünftig immer am Wochenende nachzuholen.

Hier also meine Antwort auf die Frage vom Wollschaf:

Was war das netteste, originellste oder ungewöhnlichste Kompliment, dass Du für Deine gestrickten oder gehäkelten Sachen bekommen hast?

Ehrlich gesagt, bin ich noch nicht so oft auf meine Stricksachen angesprochen worden – so viele habe ich ja nun auch noch nicht. Das schönste Kompliment kam von meiner Mutter. Wir waren im Dezember mal wieder in der alten Heimat und haben u.a. meine Mutter besucht. Ich hab natürlich auch davon erzählt, was ich gerade so alles stricke. Zufällig hatte ich auch gerade meinen Pine-Cardigan an und hab ihn Frau Mama gleich präsentiert. Sie schaute mich von oben bis unten an und meinte: „Das sieht überhaupt nicht selbstgemacht aus, das hätte auch gekauft sein können.“

Ich finde, es gibt nichts schlimmeres, als wenn man schon von weitem selbstgemachte Kleidung erkennt, weil es nicht passt, weil es zu bunt ist o.ä.. Wenn man jemandem erzählt hat, dass man strickt, und die Person daher vermutet, dass der Pullover/ der Schal/ die Mütze/ … selbstgemacht ist, sich aber unsicher ist, dann hat man – finde ich – seine Arbeit gut gemacht. Ein Kleidungsstück, dass es von der Qualität her locker mit „professioneller“ Kleidung aufnehmen kann, trägt man daher zu recht mit stolz.

Die verstrickte Dienstagsfrage

Es ist Dienstag, ich hab Urlaub, also her mit der verstrickten Dienstagsfrage!

Das Wollschaf fragt heute:

Jede Masche in Reih’ und Glied oder einfach mal Fünfe gerade sein lassen – wie perfektionistisch bist Du bei Deinen Stricksachen?

Bist Du absolut penibel oder erlaubst Du Dir auch mal kleine Schlampigkeiten?

Prinzipiell bin ich eher der Typ, der alles ordentlich und richtig haben will – nicht nur beim Stricken. In den letzten Jahren bin ich da wesentlich entspannter geworden. Perfekt bekommt man doch nie etwas hin, und dann ist die Enttäuschung groß. Wenn wir ganz ehrlich sind, beim Stricken fällt es gar nicht auf, wenn man irgendwo noch ne Masche zuviel oder zuwenig übrig hat. Wer stellt sich denn hin und zählt die Maschen an einem Pullover?

Ein Hinweis, den ich letztens in „Liebe auf den Ersten Stich“ von Tilly Walnes gelesen habe, war sinnbildlich: Wir stressen uns, wenn wir selbst durch Handarbeit etwas herstellen, weil wir zu perfektionistisch herangehen. Wenn man sich bspw. die Kleidung aus den Geschäften anschaut – und es müssen nicht nur die günstigen Marken sein – dann sieht man da beim ganz genauen Hinsehen auch Ungenauigkeiten, versetzte Muster, unsaubere Nähte etc. Da stört uns das weniger, obwohl wir viel Geld ausgeben für etwas professionell hergestelltes. Wenn wir Laien aber an der Nähmaschine oder den Stricknadeln sitzen, dann muss alles perfekt sein, obwohl wir dies nicht als Profession betreiben.

Ist schon ein bisschen schräg oder, dass wir den Standard bei uns höher ansetzen als bei professionell hergestellten Sachen. Das soll ja nicht heißen, dass man sich nicht Mühe gibt, um alles möglichst sauber und ordentlich hinzubekommen. Aber perfekt muss Handarbeit nun wirklich nicht sein.

Die verstrickte Dienstagsfrage

Ich schaff es leider immer gar nicht an der verstrickten Dienstagsfrage teilzunehmen. Die Frage vom Wollschaf in dieser Woche ist mir persönlich aber so wichtig, dass ich heute meine Antwort daher nachreiche.

Wie wichtig sind Dir beim Garnkauf Kriterien wie geprüfte Schadstofffreiheit, organisch, nachhaltige Herstellung, Fair Trade u.ä.?
Achtest Du auf entsprechende Gütesiegel?

Vielen Dank an Tichiro für die heutige Frage!

Total wichtig! Ich achte mittlerweile bei vielen Sachen darauf, dass sie tierfreundlich und fair hergestellt werden. Kosmetik gibt’s bei mir daher zum Beispiel nur noch vom Body Shop und auch beim Klamotten-Kauf achte ich darauf, dass es wenn es geht Fair-Trade-Kleidung ist. Bei Lebensmitteln finde ich das ungleich schwieriger – aber das ist ein anderes Thema.

Bei meinem liebsten Hobby achte ich sehr drauf, wie die Wolle hergestellt wurde. Nachdem ich irgendwann mal auf den Begriff Mulesing gekommen bin, hab ich meinen Wollkauf ganz schnell umgestellt. Wolle, die nicht anders gekennzeichnet ist, ist nämlich häufig von Schafen, die u.a. in Australien ganz übel gehalten werden.

Der Punkt für mich ist dabei, dass Stricken für mich ein Hobby und damit auch Luxus ist. Ich muss nicht soundsoviel Socken stricken um über die Runden zu kommen und daher ein günstiges Garn benutzen, damit die Gewinn-Marge hoch ist. Ich stricke für mich. Aus Spaß an der Sache. Ich kann also darauf achten, wo ich meine Wolle herbekomme und wenn es sein muss auch mehr dafür ausgeben bzw. weniger kaufen, wenn es mein Geldbeutel nicht zulässt. Mit ein bisschen Recherche bin ich bei toller Wolle gelandet, die von glücklichen Tieren stammt – soweit ich das als Endverbraucherin nachvollziehen kann – und trotzdem bezahlbar ist.

Schäfereigenossenschaft Finkhof eG

Das schöne an dieser Wolle aus Deutschland stammt. Der Finkhof liegt in Baden-Württemberg und ist eine Landkommune. Neben toller naturfarbener Wolle gibt es die Merinowolle auch in schönen Färbungen. Und auch die Sockenwolle kann sich echt sehen lassen und lässt sich toll verstricken. Außerdem bietet der Finkhof Fuchswolle und Jurawolle an. Wolle von Schafrassen also, die eher selten auf dem Wollmarkt zu finden sind und damit auch ein bisschen Artenschutz darstellt.

Pascuali

Pascuali setzt auf hochwertige Garne, die aus einer gerechten Tierhaltung und einer ökologischen und fairen Produktion stammen. Besonders interessant sind dabei sicher auch die nicht tierischen-Garne, die ich aber selber noch gar nicht ausprobiert habe.

Fair Alpaka

Bei diesem Woll-Anbieter gibt es traumhafte Aplaka-Wolle aus Peru, die aus tierfreundlicher und fairer Produktion stammt. Der dennoch günstige Preis geht darauf zurück, dass auf Zwischenlieferanten verzichtet wird und man als Käufer_in immer gleich 300g-Packungen kaufen muss. Außerdem sind die Wollen Öko-Tex zertifiziert, was ich auch immer sehr beruhigend finde – besonders wenn man bspw. für Kinder strickt.

Wie sieht es in eurem Woll-Stash aus? Worauf achtet ihr beim Kauf und was ist euch dabei wichtig?

Die verstrickte Dienstagsfrage

Nach ewigen Zeiten komme ich heute mal wieder dazu die verstrickte Dienstagsfrage zu beantworten.

Heute möchte das neugierige Wollschaf gerne wissen, ob Ihr Hamster oder Puristen seid.

Hast Du einen Wollvorrat oder kaufst Du nur projektbezogen?
Schöpfst Du gerne aus dem vollen oder belasten Dich größere Vorräte eher?

Das Wollschaf wünscht Euch allen wunderschöne Feiertage!

Meine Wolle kaufe ich projektbezogen. Ganz selten kaufe ich mal ein Knäul einfach so. Und selbst dann ist es meistens Sockenwolle und ich weiß, dass daraus ein paar Socken werden sollen, auch wenn ich noch nicht genau weiß welches Muster oder welche Anleitung ich nehme. Meistens bleibt so viel Wolle nach Beendigung eines größeren Projekts übrig, dass ich daraus locker noch zwei kleinere Projekte (Mützen, Stulpen, …) machen kann. Außerdem gibt es ja noch immer mein Dauerprojekt Lucky-4-Leaf-Afghan. Dafür brauche ich dann den bitteren Rest auf.

Ich würde nicht sagen, dass mich mehr Wolle belasten würde (höchstens die Lagerungskapazitäten), ich fände es einfach nur schade, wenn die Wolle so lang einfach rumliegen würde, bis ich endlich dafür ein Projekt gefunden habe.

Die verstrickte Dienstagsfrage

Ich hab’s in den letzten Monaten gar nicht geschafft, die verstrickten Dienstagsfragen zu beantworten. Diese Woche bummel ich aber Überstunden ab und hab endlich mal wieder Zeit.

Das Wollschaf fragt heute:

Hattest Du schon mal eine Phase akuter Strickunlust?
Wenn ja, was hast Du dagegen unternommen?
Oder hast Du einfach abgewartet, bis die Phase vorüber war?
Wie lange hat die Phase angedauert?
Was hast Du in dieser Zeit stattdessen gemacht?
Gibt es Gründe, woran es gelegen haben könnte?

Vielen Dank an Tichiro für die heutige Frage.

Ja, ab und an hab ich keine Lust zu stricken. Irgendwie macht das aktuelle Projekt dann gerade keinen Spaß, oder ich hab keine Idee für ein neues Projekt. Da Stricken für mich Freizeitbeschäftigung ist, lass ich Wolle und Nadeln dann auch mal liegen. Interessanterweise hab ich dann häufig Lust zu Häkeln – was ich eigentlich überhaupt nicht kann. Also häkele ich mich einen Abend oder einen Nachmittag durch ein Anfänger-Video und lass es danach dann doch wieder bleiben.

Wenn ich so ganz ohne Lust bin, selbst was zu stricken, schaue ich manchmal anderen beim Stricken zu, entweder auf youtube oder über Craftsy-Kurse. Oder ich surfe bei Ravelry durch die Projektseiten.

Ich glaube, man muss einfach durch so eine Phase Strickunlust durch. Wenn man nicht gerade berufliche gezwungen ist zu stricken, sollte man sich diese Auszeit nehmen und auch nicht Druck aufbauen, dass man jetzt bald wieder an die Nadeln muss. Muss man nicht. Und wenn man nicht muss, dann will man bald wieder.

Die verstrickte Dienstagsfrage

Das Wollschaf fragt heute:

Aus dem Archiv vom 6.3.07:

Wieviel % Eurer Modelle fallen unter:
– Stricken um des Strickens Willen
– Stricken, weil Du’s selbst brauchst
– Stricken, weil dir jemand einen Auftrag gibt
– Stricken, weil ein Geschenk benötigt wird
– Stricken für einen guten Zweck?

Das Wollschaf bedankt sich bei Ute!

Die meisten Sachen stricke ich für mich, und das ist gleichzeitig bei mir Stricken um des Strickens Willen, das geht bei mir Hand in Hand.

Gelegentlich zwinge ich meinem Mann ein paar selbstgestrickte Socken oder einen Schal auf, das sind also eigentlich keine Aufträge. Bisher habe ich glaube ich auch nur drei Aufträge bekommen. Das eine war die Kürbismütze für die Tochter einer Freundin, dann habe ich meiner Mutter eine Mütze gestrickt, weil ihr meine so gut gefallen hat, und das dritte waren Handschuhe für meine Mutter, die sie als Geschenk zu Weihnachten bekommen hat.

Für einen guten Zweck habe ich bisher leider noch nichts gestrickt, was aber nicht an meinem Unwillen liegt, sondern daran, dass ich es zeitlich dann gerade meistens nicht hinbekomme.