weitergestrickt

In letzter Zeit habe ich versucht meinen Wollvorrat wieder etwas aufzubrauchen. Langsam wächst die Anzahl der Patches, aus denen irgendwann einmal eine Decke werden soll. Das wird wohl auch in nächster Zeit mein to-go-Projekt werden, jetzt wo ich mehrmals die Woche mit dem Zug pendeln werde.

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Außerdem habe ich ein Paar Socken angeschlagen: The Scent of Lavender von Stephanie van der Linden aus dem Buch Around the world in knitted socks. Ich möchte gern für Sommerabende auf dem Sofa ein Paar Lochmustersocken haben und dieses Muster ist mir schon vorher beim Durchblättern vorher aufgefallen.

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Weit bin ich noch nicht gekommen, weil ich wieder die zwei Socken gleichzeitig auf einer Rundstricknadel stricke. So werden die Socken aber hoffentlich gleich, macht das ganze aber auch etwas fummelig und für die Zugfahrt eher unhandlich.

Die erste Arbeitswoche habe ich gut überstanden. Es ging recht gemütlich los, weil ganz viele KollegInnen und auch die Chefs auf einem Auswärtstermin waren, aber jetzt wird die Arbeit konkreter und ich freu mich darauf auch gleich konzeptionell arbeiten zu können. Außerdem muss ich mich auch inhaltlich noch tiefer einarbeiten. Es bleibt also weiter spannend.

12tel Blick März 2014

wpid-IMG_20140324_161359.jpgWieder etwas spät dran, dafür aber mit einer anderen Perspektive, damit ich beiden Katzen mit im Bild habe. Die genießen nämlich – wie ich – das sonnige Wetter. Nur das ich nebenbei auch noch ein bisschen arbeiten muss, damit die schon vorliegenden Texte für den Tagungsband bis zum Arbeitsbeginn auch lektoriert sind.

untergekommen

Nur weil die Verteidigung der Doktorarbeit ansteht, heißt das ja nicht, dass der Rest der Welt sich nicht weiterdreht. Und in die Vorbereitung zur Disputation fällt dann nicht selten in die Zeit der Zukunftsangst, die mit der Frage, wie es ‚danach‘ weitergehen wird, nur anfängt. Denn: Ein ‚danach‘ gibt es tatsächlich. Und es kommt schneller als man denkt.

Nachdem letztes Jahr beruflich ein Totalausfall stattfand, und ich keinen Arbeitsvertrag an meiner Uni bekam, obwohl der einstellende Fachbereich mich eigentlich wollte – man kann hier nachlesen – bin ich in ein ziemliches Loch gefallen. Zum einen, weil ich die Stelle wirklich gern gehabt hätte, zum anderen, weil ich nach der Zusage mit der Bewerbungsphase abgeschlossen hatte. Mich aufzuraffen und doch wieder Bewerbungen zu schreiben, kostet nicht nur Zeit, sondern ist auch immer kräftezehrend. Immer hat man das Gefühl, man passt doch nicht wirklich, hat etwas falsch gemacht, sich falsch entschieden.

Dass man dann ein paar Monate da steht und die Wahl hat, dass kann man sich gar nicht vorstellen. Aber so war es. Und mittlerweile habe ich den einen Arbeitsvertrag unterschrieben, der mich die nächsten Jahre in einem Traumjob arbeiten lässt. Nach dem Job-Desaster letztes Jahr meinte ich „Wer weiß, wofür es gut ist“ – im Nachhinein wirkt der Satz fast prophetisch. Nicht nur kann ich mein Fachwissen gebrauchen, sondern habe auch noch das Gefühl, ich kann es für etwas gutes einsetzen, an das ich glaube. Und das ganze in einem Feld, in dem ich mich jetzt schon wohl fühle. Es ist keine Uni, und vielleicht macht auch gerade das den Reiz aus, weil ich mir nicht viel anderes hätte vorstellen können. Es ist ein Gebiet geworden, dass ich mir wünschte, aber immer wusste, dass es äußerst schwierig ist, da rein zukommen. Aber manchmal reicht ein bisschen Glück und zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Nicht planbar.

Ab ersten April geht es los. Verbunden mit pendeln, aber was tut man nicht alles für seinen Traumjob. Außerdem lässt es sich im Zug doch gut stricken!

Geschafft!

Ich habe heute erfolgreich meine Disputation hinter mich gebracht. Die Note ist auch gehalten, was mich ungemein freut! Richtig fassen kann ich es zwar noch nicht so wirklich, aber es fühlt sich gut an, diesen Part hinter mir zu haben und auch gemeistert zu haben.

Vorbereitungen

vorbereitungDie Disputation – die Verteidigung meiner Doktorarbeit – steht demnächst an. Der Vortrag steht fast – ich muss nur noch an ein paar wenigen Stellen feilen. Heute hab ich den Vortrag deshalb mal liegen lassen und mich auf Fragen bzw. Kritikpunkte aus den Gutachten vorbereitet, die in der Diskussion kommen könnten/werden. Ich hatte die Gutachten schon bevor ich den Vortrag geschrieben habe durchgearbeitet und wusste natürlich was drin steht. Jetzt habe ich aber nochmal geschaut welche Punkte ich vielleicht schon in den Vortrag einbauen kann und welche ich für die Diskussion vorbereiten könnte. Die Frage ist ja immer, bei welchen Kritikpunkten bleibt man standhaft und verteidigt seine Position und bei welchen Punkten muss man sagen, ja, da haben sie recht, dass könnte man (für die Publikation) nochmal überarbeiten.

Ich bin ja kein Fan von unserem Leistungsdruck, aber natürlich habe ich in meine Promotionsordnung geschaut, wie sich eigentlich die Gesamtnote zusammensetzt. 2/3 stehen schon mit den Gutachten, also eigentlich kann nicht mehr viel schief gehen. Zumal die Note am Ende wahrscheinlich eh keinen mehr interessiert. Trotzdem will man sich ja nicht vor den KollegInnen und den FreundInnen, die zur Disputation kommen, blamieren und das ganze auch ordentlich abschließen.

Bei der Vorbereitung habe ich übrigens den „toten Punkt“ überwunden, den ich auch schon bei der Magisterarbeit hatte: Mittlerweile kann ich auch ohne Bauschmerzen in meiner Diss blättern und Sachen heraussuchen.

Zeit – Panik

Ich glaube ja, die Disputation ist ein psychologischer Test, ob man am Ende nochmal durchdreht. Wie soll man denn 250 Seiten in 25 Minuten packen? Worauf legt man den Schwerpunkt, was lässt man ganz weg? Die Gutachten geben da schon eine gute Blickrichtung. Trotzdem: 25 Minuten?! Kein wunder, dass ich Panik habe, dass ich am Ende nochmal von der Kommission zerrissen werde, wenn ich so oberflächlich die Dinge darstellen muss, weil einfach nicht genügend Zeit da ist! – Nein, Panik hätte ich auch, wenn ich eine Stunde sprechen dürfte.

12tel Blick Februar

12BlickFeb14Ein Monat ist wieder vergangen und der Schreibtisch hat sich ein bisschen verändert. An der Wand hängen die beiden Mitbringsel aus unserem USA-Urlaub. Links oben ein Nachdruck eines Plakats. Die meisten werden aus der gleichen Reihe die junge Frau mit Kopftuch und dem Spruch „We can do it“ kennen. Ich habe mich für dieses hier entschieden, eben weil es nicht das klassische Bild ist und die verschiedenen Einsatzgebiete von Frauen im Zweiten Weltkrieg zeigt. Ich bin übrigens Pazifistin und Feministin, daher ist das Plakat für mich auch eine Mahnung daran, dass viele Errungenschaften erreicht wurden, weil die Gesellschaften durch die Kriegsproduktionen gar keine andere Wahl hatten, als Frauen in die Produktionsprozesse und natürlich die Pflege einzubinden. Das Plakat hab ich in einem wirklich tollen Shop im Pike Street Market in Seattle, der Originale und Nachdrucke von allen möglichen Sachen verkauft.

Das zweite Mitbringsel hängt rechts. Ich habe es beim Shoppen in der Northgate Mall gleich am ersten Tag in Seattle entdeckt, und da ich ein echter Kaffee-Junkie bin und ich den Stil mag, ist dieses Metalschild mit nach Hause geflogen. Es ist kein original, sondern auch eine Nachahmung.

Der Rest ist wie gewohnt, nur mein Schreibtisch ist etwas chaotischer als sonst, weil ich gerade mitten drin bin im Schreiben meines Vortrages für die Disputation.

Kommentar: Die Barbie-Feministinnen

Eine liebe Freundin, mit der ich sehr häufig darüber diskutiere was Feminismus ist und was das eigentlich bedeutet, hat mich auf einen interessanten Artikel aufmerksam gemacht: Die Barbie-Feministinnen von Mirna Funk in Der Freitag. Nicht nur weil besagte Freundin mich nach meiner Meinung gefragt hat, sondern auch, weil es mir schon nach Lesen der Hälfte des Artikels in den Fingern kribbelte dazu etwas zu sagen, kommentiere ich besagten Artikel.

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Aufregung:Promotionsverfahren

Möp. Offensichtlich ist das zweite Gutachten auf dem Weg durch Deutschland (ich vermute eher in der Hauspost der Alma Mater, die ist dafür bekannt) verschütt gegangen. Kurze Aufregung wegen der Auslegungsfrist und dem schon angesetzten Termin für die Disputation, aber zum Glück habe ich eine sehr aufmerksame Doktormutter, die gestern und heute alle Hebel (und Mails) in Bewegung gesetzt hat. Nun scheint das Gutachten nochmals elektronisch und physikalisch auf dem Weg zu sein.

Irgendwie habe ich das Gefühl, meine Uni mag mich nicht mehr besonders. Schon beim Einreichen der Diss hat sich die Eröffnung des Promotionsverfahrens um Wochen verzögert, weil die Meldung über die Kommissionsmitglieder nicht im Promotionsbüro ankam. Auch hier habe ich die Hauspost im Verdacht.

Nun, drückt die Daumen, dass das die einzigen Schwierigkeiten in meinem Promotionsverfahren sind. Auf der anderen Seite: Es gibt schlimmeres als einen Termin  verschieben zu müssen.

Alles kommt zusammen.

Manchmal kommt wirklich alles zusammen. Ich glaube ja an Karma im Leben. Also, dass das Universum alles ausgleicht. Manchmal dauert es länger, manchmal geht es etwas schneller. Richtig schnell ging es letzte Woche, als auf die beiden positiven Gutachten zu meiner Diss folgte, dass unser zugegeben sehr alter Kühlschrank den Geist aufgab. Seit einer Woche leben wir jetzt ‚ohne‘ bzw. mit dem naturgemachten Kühlschrank namens ‚draußen‘. Doof. Der neue ist aber mittlerweile bestellt und ich hoffe auf Lieferung nächste Woche. 

Zusammenkommen tut außerdem so manch anderes. Publikationsmöglichkeiten beispielsweise. Neben einem Artikel, den ich zusammen mit einer Kollegin auf gut Glück schreibe (soll heißen, wir wissen zwar wo wir den Beitrag einreichen wollen, aber noch nicht, ob die ihn überhaupt wollen), wurde ich angefragt zu einem Ausstellungskatalog einen Beitrag zu meinem Diss-Thema zu schreiben. Meine erste Anfrage – ich freu mich wie Bolle! Und es wird sogar ein kleines Honorar geben. Und ich dachte, wir machen das alle für Ru(h)m und Ehre oder so.

Daneben füllt sich langsam die Liste der Beiträge für den Tagungsband, den ich lektoriere. Und ich soll ebenfalls einen Beitrag dafür schreiben. Ich habe noch keine Ahnung, wie ich den fertig kriegen soll, denn der Vortrag für die Diss steht ja auch an.

Die nächsten Wochen sind also – mal wieder – gefüllt vom Schreiben und Korrigieren. Und wisst ihr was: Ich freu mich. Das macht nämlich tatsächlich Spaß!