Rez.: Jane Austen "Mansfield Park"

Beim Stöbern in der Audible-Bibliothek bin ich letztes Jahr irgendwann auf „Mansfield Park“ von Jane Austen gestoßen. Ich liebe die Filme „Pride and Prejudice“ (2005 mit Keira Knightley) und „Persuasion“ (2007). Als ich dann das Hörspiel „Mansfield Park“ mit  Benedict Cumberbatch („Sherlock“) und David Tennant („Doctor Who“, „Broadchurch“) sah, musste ich es einfach hören. Logischerweise ist das Hörspiel englischsprachig.

Die Geschichte ist schnell erzählt: Fanny Price wird zu ihren Verwandten geschickt, um dort aufzuwachsen. Für das junge Mädchen ist es nicht einfach, doch ihre Freundschaft mit Edmund macht es ihr einfacher – bis er sich in eine andere verliebt.

Ich will gar keine Literaturanalyse und literarische Einschätzung von Jane Austens Werken hier geben. Dafür sind andere viel besser geeignet. Ich persönlich fand „Mansfield Park“ nicht so stark wie „Pride & Prejudice“ oder „Persuasion“. Der Konflikt ist zwar da, aber deutlich schwächer als es mir bei den beiden anderen Geschichten vorkommt. Doch es hat Spaß gemacht die Geschichte zu hören. Ganz begeistert bin ich (obwohl es kaum möglich erschien, weil ich eh schon ein begeisterter Fan bin) von David Tennant, der in der Nebenrolle als Tom glänzt. Sein laxer Ausdruck lässt die Figur sehr real wirken, während alle anderen im Kontrast dazu steif klingen. Gerade, wenn man die Klassiker gern lesen möchte, aber irgendwie noch keinen richtigen Zugang gefunden hat, sind Hörbücher ein guter Einstieg finde ich. In der Originalsprache mit britischem Akzent und als Hörspiel ist dieser Klassiker jedenfalls wirklich hörenswert.

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