Rez.: Kerstin Gier Silber-Trilogie

Nachdem ich letztens die Edelstein-Trilogie von Kerstin Gier rezensiert habe, ist nun die Silber-Trilogie dran. Auch diese Bücher von Kerstin Gier habe ich als Hörbücher gehört, gelesen von Simona Pahl.

Als Liv Silber komische Träume hat, in denen sie unter anderem ihren neuen Stiefbruder und seine Freunde trifft, denkt sie sich erst einmal nichts dabei. Erst als ihr klar wird, dass irgendetwas mit diesen Träumen nicht stimmt, sie zu real sind um einfache Träume zu sein, wird ihr unheimlich zumute.

Auch diese Reihe von Kerstin Gier ist eine Fantasy-Geschichte mit drei Büchern. Wieder wird Witz und Humor eingesetzt, um den Figuren Leben einzuhauchen. Keine der Figuren kommt platt daher, selbst die Nebencharaktere sind mit Motivationen ausgestattet, die sie real wirken lassen. Ein besonderes Schmankerl (neben Lottis Vanillekipferl) sind die Blogbeiträge von Secrecy, die über ihre Mitschüler_innen und Lehrer_innen gleichsam schonungslos berichtet. Und natürlich gibt es auch hier wieder eine Liebesgeschichte zwischen der Hauptfigur und einem der Jungs. Kerstin Gier schafft es hier, klassische Themen des Erwachsenwerdens für eine junge Leserschaft neu aufzubereiten. Mit der Edelstein-Trilogie und der Silber-Trilogie schafft sie es zudem Fantasygeschichten in der realen Welt anzubinden. Fanatsy schreiben ist schon schwer genug, das ganze aber so zu schreiben, dass es in unserer realen Welt angedockt ist, ohne dass es aufgesetzt oder fehl am Platze erscheint, ist eine wirklich bemerkenswerte Leistung. Für mich liegt genau darin (neben den glaubwürdigen Charakteren) auch die Besonderheit von Giers Werken.

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