fertiggenäht: Margot Hose

Vor einiger Zeit bin ich auf Amberlight-labels Blog auf das Buch „Liebe auf den ersten Stich“ von Tilly Walnes gestoßen. Amberlight-label ist eine begnadete Hobby-Näherin und hat das Buch rezensiert. Auf ihr Urteil, dass es ein gutes Einsteigerbuch sei, gebe ich viel. Außerdem war ich ganz begeistert von der Aufmachung und dem Stil des Buches. Als ich die Möglichkeit hatte im lokalen Buchladen ein bisschen darin zu schmökern, habe ich es dann auch direkt zur Kasse und mit nach Hause genommen.

Wichtig war mir dabei, dass es zum einen ein Anfänger_innen-Buch ist. Ich hab zwar schon ein bisschen mit meiner Nähmaschine rumgespielt, Kopfkissen genäht, Kleidungsstücke enger gemacht, Hosen gekürzt (wenn ich keine Kurzgröße bekomme muss ich IMMER meine Hosen kürzen, schon allein dafür hat sich bei mir die Anschaffung einer gescheiten Nähmaschine gelohnt), solche Sachen eben. Aber so richtig genäht, mit Schnittmuster ein richtiges Kleidungsstück hergestellt – daran habe ich mich bisher nicht getraut. „Liebe auf den ersten Stich“ erklärt wirklich alles sehr genau und schreibt vor allem auch, warum was wie gemacht werden sollte.

Ein zweiter Punkt, der mich sofort von dem Buch überzeugt hat, sind die Modelle. Ich würde wirklich jedes Teil nachnähen und vor allem auch tragen wollen. Und das wunderbare ist dabei, dass man sich von vorne nach hinten durch das Buch arbeiten kann und der Schwiergikeitsgrad sich langsam steigert.

Ich hab mich vor einiger Zeit in einer Woche Urlaub (neben tausend anderen Sachen, wie das immer ist, wenn man Urlaub Zuhause macht) also an meine Nähmaschine gesetzt und die Nähanleitung für die Pyjamahose „Margot“ ausprobiert. Ich bin ganz stolz, weil es wirklich eine Hose geworden ist! Zwar sitzt sie etwas eng und das nächste Mal würde ich eine Größe größer nähen. Aber irgendwie finde ich das gar nicht so schlimm. Der Stoff ist ein Rest vom Ikea-Vorhangstoff Lenda aus 100 % Baumwolle. „Margot“ ist wie gesagt eigentlich der Schnitt zu einer Pyjama-Hose, aber ich dachte mir, dass das sicher auch gut eine Wohnungshose aus diesem etwas festeren Stoff werden kann. Einzig beim Tunnel für das Band musste ich nochmal eine Naht auftrennen. Ich vermute, ich habe da eine falsche Markierung gemacht. Jetzt hab ich einfach den Tunnel nach Augenmaß umgeschlagen. Aber ansonsten war die Anleitung sehr gut nachvollziehbar.

Jetzt muss ich meinen Stoff-Stash mal prüfen, ob noch genug für eine zweite (größere) Hose da ist. Ansonsten muss ich wohl mal den neu entdeckten Stoffladen in der Innenstadt besuchen gehen. Und wenn ich dann schon da bin, kann ich auch gleich zwei oder drei Stöffchen für Hosen mitnehmen, für Wohnungshosen und Pyjamahosen, oder?

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