Rez.: Der Teufel steckt im ICE

ICEGelegentlich bin ich nach der Arbeit schon etwas früher am Bahnhof und schlendere gern durch die Buchhandlungen. Als ich dieses Buch bei einem meiner Streifzüge entdeckte, musste ich einfach zugreifen: „Der Teufel steckt im ICE. Die abgefahrenen Erlebnisse einer Zugbegleiterin“ von Juliane Zimmermann.

Als Berufspendlerin, die sechs Fahrten die Woche in Intercity-Express-Zügen verbringt, höre und sehe ich schon einiges. Dass ein_e Zugbegleiter_in noch mehr erlebt und daraus ein Buch macht, war sicherlich nur eine Frage der Zeit. Die Geschichten, die Zugbegleiterin Juliane Zimmermann aus ihrem Alltag erzählt, sind alle irgendwie lustig, traurig oder machen nachdenklich. Verbunden durch die persönliche Geschichte der Autorin bekommen die Episoden dabei einen Zusammenhang. Juliane Zimmermann ist dabei ein Pseudonym, wobei ich mich gefragt habe, ob nicht zumindest die direkten Kolleginnen und Kollegen die Geschichten und Personen wiedererkennen würden.

Leicht zu lesen und kurzweilig ist das ein gutes Buch, um seine Stunden auf den ICE-Strecken in Deutschland zu verbringen. Besonders die jedem Kapitel vorangestellten „Ansagen“ fand ich amüsant, weil sie in ihrer Überspitztheit schonungslos ehrlich sind.

Übrigens kann man nicht nur den Teufel im ICE kennen lernen, sondern auch Jesus, aber dafür müsst ihr das Buch schon selbst lesen…

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