Die verstrickte Dienstagsfrage

Ich schaff es leider immer gar nicht an der verstrickten Dienstagsfrage teilzunehmen. Die Frage vom Wollschaf in dieser Woche ist mir persönlich aber so wichtig, dass ich heute meine Antwort daher nachreiche.

Wie wichtig sind Dir beim Garnkauf Kriterien wie geprüfte Schadstofffreiheit, organisch, nachhaltige Herstellung, Fair Trade u.ä.?
Achtest Du auf entsprechende Gütesiegel?

Vielen Dank an Tichiro für die heutige Frage!

Total wichtig! Ich achte mittlerweile bei vielen Sachen darauf, dass sie tierfreundlich und fair hergestellt werden. Kosmetik gibt’s bei mir daher zum Beispiel nur noch vom Body Shop und auch beim Klamotten-Kauf achte ich darauf, dass es wenn es geht Fair-Trade-Kleidung ist. Bei Lebensmitteln finde ich das ungleich schwieriger – aber das ist ein anderes Thema.

Bei meinem liebsten Hobby achte ich sehr drauf, wie die Wolle hergestellt wurde. Nachdem ich irgendwann mal auf den Begriff Mulesing gekommen bin, hab ich meinen Wollkauf ganz schnell umgestellt. Wolle, die nicht anders gekennzeichnet ist, ist nämlich häufig von Schafen, die u.a. in Australien ganz übel gehalten werden.

Der Punkt für mich ist dabei, dass Stricken für mich ein Hobby und damit auch Luxus ist. Ich muss nicht soundsoviel Socken stricken um über die Runden zu kommen und daher ein günstiges Garn benutzen, damit die Gewinn-Marge hoch ist. Ich stricke für mich. Aus Spaß an der Sache. Ich kann also darauf achten, wo ich meine Wolle herbekomme und wenn es sein muss auch mehr dafür ausgeben bzw. weniger kaufen, wenn es mein Geldbeutel nicht zulässt. Mit ein bisschen Recherche bin ich bei toller Wolle gelandet, die von glücklichen Tieren stammt – soweit ich das als Endverbraucherin nachvollziehen kann – und trotzdem bezahlbar ist.

Schäfereigenossenschaft Finkhof eG

Das schöne an dieser Wolle aus Deutschland stammt. Der Finkhof liegt in Baden-Württemberg und ist eine Landkommune. Neben toller naturfarbener Wolle gibt es die Merinowolle auch in schönen Färbungen. Und auch die Sockenwolle kann sich echt sehen lassen und lässt sich toll verstricken. Außerdem bietet der Finkhof Fuchswolle und Jurawolle an. Wolle von Schafrassen also, die eher selten auf dem Wollmarkt zu finden sind und damit auch ein bisschen Artenschutz darstellt.

Pascuali

Pascuali setzt auf hochwertige Garne, die aus einer gerechten Tierhaltung und einer ökologischen und fairen Produktion stammen. Besonders interessant sind dabei sicher auch die nicht tierischen-Garne, die ich aber selber noch gar nicht ausprobiert habe.

Fair Alpaka

Bei diesem Woll-Anbieter gibt es traumhafte Aplaka-Wolle aus Peru, die aus tierfreundlicher und fairer Produktion stammt. Der dennoch günstige Preis geht darauf zurück, dass auf Zwischenlieferanten verzichtet wird und man als Käufer_in immer gleich 300g-Packungen kaufen muss. Außerdem sind die Wollen Öko-Tex zertifiziert, was ich auch immer sehr beruhigend finde – besonders wenn man bspw. für Kinder strickt.

Wie sieht es in eurem Woll-Stash aus? Worauf achtet ihr beim Kauf und was ist euch dabei wichtig?

Kommentar verfassen