Bergfest oder Halbzeit

Seit genau 1 1/2 Jahren darf ich nun schon mit einem Stipendium promovieren, und noch 1 1/2 Jahre habe ich (so die Stiftung denn mitmacht) Zeit um die Promotion abzuschließen. Bergfest also. Oder Halbzeit. Das trifft es fast besser, wenn ich mir anschaue, was für ein Berg noch vor mir liegt. Ich hab viel geschafft und noch mehr gelernt in den letzten 1 1/2 Jahren. Es war trotz der üblichen (Selbst-) Zweifel und der gelegentlichen Frage, ob die im Wissenschaftsbetrieb eigentlich noch alle ganz klipper sind, eine wunderbare Zeit, die ich ehrlich nicht missen möchte. Und mit diesem Gefühl gehe ich in die nächsten 1 1/2 Jahre.

Seit einer Woche liegt das 26seitige Theorie- und Methodenkapitel halb fertig bei meiner Doktormutter auf dem Schreibtisch und ich habe mich ersteinmal wieder an die Auswertung meiner Interviews gesetzt. Und das macht ehrlich so viel mehr Spaß als Theorien und Methoden! Ich hoffe dieses Jahr die Auswertung mehr oder weniger fertig zu bekommen um dann nächstes Jahr vor allem schreiben zu können. Meine Rezension ist in der Pipeline und wird voraussichtlich Anfang Juli über den HSozuKult-Verteiler verschickt.

Außerdem habe ich vor einer Woche die Zusage bekommen, dass ich im September bei einer Nachwuchstagung der BildungshistorikerInnen vortragen darf. Der erste richtige Vortrag! Ich bin jetzt schon ganz hippelig!

Es läuft also. Wie immer. Mal besser mal schlechter. Ich freu mich auf die nächsten Wochen mit meinen Interviews. Ich habe, nachdem ich das Methodenkapitel für mich erstmal abgeschlossen habe (ich setzt mich frühestens im Winter wieder dran), auch schon wieder mehr an meinen Interviews gedanklich gearbeitet. Es rattert im Kopf und ich habe sogar schon eine Idee in welche Richtung meine Typenbildung gehen könnte, obwohl ich eigentlich erstmal wieder nur am transkribieren bin. Aber selbst das triggert bei mir im Kopf irgendwas. Wunderbar! Ich liebe es auf dem Heimweg von der Mensa oder einem Bib-Besuch darüber nachzudenken, was K. mit der und der Aussage wohl gemeint haben könnte und was ich in der Interpretation unbedingt aufschreiben muss.

Und hier kommt mein übliches #promovierenrulez. Auf in die nächsten 1 1/2 Jahre! 😀

Veröffentlicht in: dings

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