interpretieren

So, seit heute ist es offiziell: Ich bin in der Auswertungsphase! Ein letztes Interview mache ich Ende November und bis dahin werte ich nach der dokumentarischen Methode meine ersten Interviews aus. Was hab ich bisher geschafft? In den letzten Tagen habe ich den thematischen Verlauf des ersten Interviews aufgeschrieben. Zum Glück war das Interview schon transkribiert, daher konnte ich dann gleich mit  der formulierenden Interpretation loslegen und habe nun schon ein paar Themen. Ich arbeite übrigens mit MAXQDA (zur Zeit noch in der Testversion, mein Doktorandenstatus wird aber gerade dort geprüft, so dass ich demnächst auch die Vollversion nutzen kann). Kurzzeitig war ich in Versuchung das Interview auszudrucken und mit farbigen Stiften auf Papier rumzukritzeln, ich habe mich aber überwunden und doch das ganze digital gemacht und es hat auch ganz gut geklappt. Wie das so ist mit neuen Programmen, muss man sich natürlich erstmal einarbeiten. Mir raucht der Kopf, deswegen mache ich erst morgen mit der reflektierenden Interpretation weiter.

Das klingt jetzt fast so als würde ich ein Interview an einem Tag interpretieren können, dem ist natürlich nicht so, ich sammle gerade erste Memos und im Laufe der weiteren Auswertung werde ich sicher immer wieder zurück gehen und Themen/Kategorien umbenennen, anders strukturieren und sicher auch ab und an mal wieder in die Interviews reinhören, ob nicht etwas spannendes untergegangen ist.

Zur Zeit muss ich mich aber eher bremsen nicht zu weit von meinem eigentlich Thema weg zu kommen, weil in den Interviews natürlich auch andere Sachen erzählt werden.

So, und jetzt gehe ich stricken. Oder fange ich doch endlich damit an das Methodenkapitel zu schreiben…?

 

Nachtrag: Und soeben kam der Aktivierungscode für MAXQDA. Und es läuft…

Veröffentlicht in: dings

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